RECHT-haben-wollen sei irgendwie ein trotz-aller-vernunft-ich-bin-doch-im-recht gefuehl zu spueren. Und weil ich diese rechthaberei nicht immer vernuenftig begruenden kann, komme ich mir manchmal wie ein tier vor das nichts braucht als dieses gefuehl um sich die durchsetzung seines Willens zu rechfertigen, was wohl keine rechfertigung ist und nicht einmal deren entbehrung was zu einer abswaechung gleichkommt, was scheinbar eine falsche deutung des sachinhalts waere. Dieser triebe sei immer schon vorhanden. Alles andere hat sich nachher dazugefuegt und ist vielleicht dessen ablagerung in verschiedenen formel. religion and divine right of kings, reason, logik? etc. even natural law. denn die menschen richten es sich so ein dass sie alles um sich (und auch in sehr weiter ferne) fest machen muessen nicht bloss um die vorhandensein dieses gefuehl zu gawaehren, da diesem sowieso nicht zu entkommen ist und in der tat bekommen sie es zu spueren bei allen feineren untersuchungen und das manchmal hinter den unwahrsheinlichsten gedanken oder dem scheine nach bei niedriger selbstabschaetzung, was wohl geschehe um dieses ihnen allwichtigste gefuehl nicht verletzen zu lassen oder gewissermassen blossstellen, aber ueberhaupt um es als etwas solides und jederzeit verfuegbar zu gewaehren. Dies alles tun sie mehr oder weniger unbewusst und je mehr unbewusst desto mehr bekommen sie den rausch den sie der unbefangenen das heisst fest ueberzeugten uebung des freien willens zuschreiben falls diese uebung nicht irgendwie frustiert ist!!!
Reading Der Fremdling from Hermann Lenz, Die unschuld des werdens a collection of aphorisms from the nietzschean Nachlass.
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