Thursday, November 29, 2007
Um noch weiter diesen gedanken zu fuehren man sollte ihn gewissermassen umkehren: die gedanken eines jeden eingeuebten denkers sollten nicht als ergebnis eines prozesses angesehen werden, und gewiss auch nicht als symptom, viel weniger als begleiterscheinung! die sind vielmehr als die basis seines schaffens zu schaetzen, die als wirkende teilchen einer organisation, genannt denkapparat? individuum?, eifrig gesucht, zurechtgemacht und schliesslich in dieser organisation untergebracht worden sind! sonst wuerde gar nichts gedacht! die haupfunktion in diesem apparat ist regulativ anzusehen.
Wednesday, November 28, 2007
Kleinlichkeiten der grossen denker! Die gewoentheiten stellen eine maechtige stuetze der existenz dar: es waere leichtsinnig und sogar toerich im kritischen moment sie aufs spiel zu setzen. Dass heisst, man sollte immer sehr vorsichtig umgehen mit diesem verfuerischen triebe nach letzten konzequenzen. Adornos eitlekeit sei kein gutes bespiel dafuer, weil sie von sehr krankhaftem ausmass war.
Die affekte die man spuert beim romanlesen, die sich trotz dem angeblich bequemen laufe der lektuere truegerisch einnisten in der unbewussten weitlaufigen wiege des bewusstsein, man hat manchmal nur einen hauch davon aber man weiss dass was da ist, das lauert, faerbt leicht aber einheitlich die verschiedensten wahrnehmungen.
Die akute phase meiner schon uebertribenen neigung zu empfindsamkeit scheint vorbei zu sein. Allerdings habe ich das gefuhl dass mein seelischer zustand sich ein bisschen geebnet habe.
Die akute phase meiner schon uebertribenen neigung zu empfindsamkeit scheint vorbei zu sein. Allerdings habe ich das gefuhl dass mein seelischer zustand sich ein bisschen geebnet habe.
Ueber die absichten einem musterbilde nachzustreben : auf die hoechste stufe gesehen muesste das errichten dieses musters voraussetzen das ein etwas wobei anders gehandelt werden kann als bisher moeglich ist, irgendwie erreichebar sei: also die ermoeglichung handlungsweisen die noch nicht voraugesehen werden koennen (heisst das nicht nach einer anderen moral zu handeln?): wohlgemerkt man ist seit langem gewohnt auf theorien hin zu leben aber auf die theorie einer theorie? tut man das nicht sowieso unbewusst wenn man musterbilder anwendet? Allerdings bewusst zu sein das irgenwie anders gehandelt wuerde als zuvor, aber wie? genau so wie das vorswebende ideal zu betimmen scheint? also die bedingungen des werdens bestimmen? sich zwischenstufen bedienen? immer vorlauefig auf bestehung des festes verzichten? aber wie so verzichten? man kann sich sagen: ich will staerker sein! net so weich. schon die anwendung eines musterbildes gestattet ein viel staerkeres handeln als bisher: man strebt danach! das wesentliche ist der grad dieses strebens! troztdem gibt man sich meistens unzufrieden mit dem erreichten! man fuelt sich schwaecher als zuvor...
Tuesday, November 27, 2007
Befehlen als zauberkunst: Das gerhorchen erscheint immer in begleitung eines unermesslich sicheren gefuehls als das was man hat durch das befehlen aber dafuer erzeugt dieses letzte weiterhin das gefuel der ueberlegenheit. Zu recht? Es wird durch das gehorchen ein sicheres gefuehl erzeugt. Man leistet gerhosamkeit indem man befehlen ausfuert, indem man handelt ohne von zweifel geplagt zu werden oder in hinsicht auf einer verbindlichen verantwortlichkeit ruecksicht nehmen zu muessen. Ein weitaus festerer boden als der auf den der befehlenden sich in aller scheinbaren bequemlichkeit bewegen muesse. Nur ausser einer bisschen uebelkeit dabei nichts merken lassen! Denn weniger ueberzeugend als diese wirkt heutzutage das rauschvolles auskosten des ueberlegenheitsgefuehl das einer sich goennt von der wahrnehmung gehorcht zu werden. Der befehlende muss auf der hut sein dieser vorstellung keinen anlass zu geben: der gehorchender will instinktiv alle bodensicherheit auf seiner seite haben, er ist deren bis einen fast krankhaften punkt sehr eifersuechtig. Denn befehlswerweigerung (gesehen in dieser hinsicht als gefuehlsverweigerung) scheint sich ihm ebenso vernueftig zu begruenden als die blinde gehorsamkeit. Einer hat zu leiden waerend ein anderer schwitzen muss.
Bei mir geht es derzeit so: die ausserbetriebsetzung(!) der trieben, die vermeintliche ausloesung gewisser gewontheiten durch die man zur vermeintlichen befriedigung dieser trieben gelungen waere indem die sehnsucht nach etwas das ausser mir steht angenommen wuerde, also die annahme dass in diesem etwas die entsprechungen einer sehnsucht abgelagert seien, gestillt wuerde, hat mir die fast fiebernde erwartungvolle natur des taetigkeitsdrangs klar gemacht. Was uebrigbleibt nach dem durchschauen dieses prozesses und die daraufolgende lahmlegung dessen sei dieser taetigkeitsdrang! der scheint darauf zu pochen etwas tun zu muessen! die lust nach einer tat aber auch eine furcht davor als ob man jederzeit vor dem anbrechenden unheil steht. man hat eine schauder vor jedem schritt. alles abgeleitet von einer gewisser auffassung der dingen? die strenge ausfuehrung von einer reihe vorstelbarer dh. scheinbarer konsequenzen von so einer auffassung als ob man man bei dieser auffasung stehen muesste, einem gewissen bilde sozusagen verpflichtet waere?
Monday, November 26, 2007
Also die logik versteht sich als die aufhebung der perspektivischen standpunkten schlechthin? Aber ist sie nicht durch ihre unvermeidliche einseitige oder perspektivbedingte anwendung vielmehr eine starke -wohl die staerkste die es gebe?- einschraenkung auf einem von diesen vielen? gewinnt sie nicht deshalb ihre kraft, ihre brauchbarkeit, kurz das was an ihr wesentlich ist? soll ich nicht eher meinen dass der mensch sich aus der betrachtung dieses logischen wesen den verlockenden blick von der moeglichkeit seiner eigenen brauchbarkeit sehr rasch gewinne und sich dessen unzerstoebarer gueltigkeit ueberzeugt? bleibt es aber fuer ihn immer nur bei diesem gewissen herausfuehlen oder vorahnung dieser seiner brauchbarkeit, und geht es nicht von nun ab als ob es kaeme alles fuer ihn auf die erhaltung dieses gefuehl was eine folge davon ist dass man sich dessen festigkeit immer neu ueberzeugen muesse? was dennoch nicht von sich geht ohne sich ein bisschen wirksam zu betaetigen und sich das gefuehl der wert dieser taetigkeit und der logischer auffassung zu erhalten.
Dass diese brauchbarkeit auch fuer die menscheit gewonnen werde sollte als erweiterung der perspektivischen individuelistishen einschraekungen gelten?
Dass diese brauchbarkeit auch fuer die menscheit gewonnen werde sollte als erweiterung der perspektivischen individuelistishen einschraekungen gelten?
Thursday, November 22, 2007
Logik ist ein karges schmales gruenliches gesicht das immer extrem tendenzioes zu anderen besser ernaerten gesichtern hingehalten wird. So geht es immer in der philosophie.
Sich nicht von der brauchbarkeit eines wortes oder eines zeichens irren lassen und alles anderes ausser acht, als unwesentlich lassen. Die »brauchbarkeit« eines zeichens sei als etwas das das ergebnis eines immer rege entstehungsprozesses aufzufassen, als etwas das in diesem prozess einbezogen ist. Die zeichensfunktion einer gesammtheit als solche; so sind auch die gesammtheit der sprachregeln eines bestimmten sprachgebiets aufzufassen! Denn sich einer sprache zu benuetzen -wobei man handelt- bedeutet etwas in sich das auf die individuellen zeichensfunktionnen zurueckwirkt und zwar gewaltig. Allerdings ein etwas das jenseits der grenze der sprache stuende, ein schweben in der luft vielleicht aber nicht for want of a leg to stand on...
Wednesday, November 21, 2007
ICH kann trotzdem das gefuehl nicht loswerden dass man vorzueglich homeostatisch handelte um das gefuehl seiner selbst weitererzeugen und eine kontinuitaet (immer von der gegenwart aus?) weiter spueren zu koennen. Immerhin so tun als ob man aus dieser kontinuitaet heraus lebte. Was ich frueher gesagt habe ueber das verweilen in den sogenannten zwischenrauemen des lebens is nur metaphorisch anzunehmen: man stellt sich das nur so dass man ueber intellektuellen funktionnen stolpert statt wirklich zu handeln, aber man muss sich wiederum einstehen dass dies sei auch ein handeln allerdings ein handeln besonderer art. Man handelt waerend man sich so etwas vorstellt wie das stolpern ueber diese intellektuellen funkionnen. Denn so etwas sei nur ein bild. Nur von diesem bild hat man das gefuehl dass man nicht handeln kann. Ob man an dieses bild sehr viel haengt ist eine schwere frage...
MANCHMAL bin ich veranlasst das leben als etwas das einem voranlaueft, oder von einem weglaueft und das bewusstsein als etwa steckengeblieben zu betrachten. Viel mehr aber kommt es mir umgekehrt vor: das bewusstsein lenkt das leben. das leben richtet sich nach etwas bestimmendem wie man das was man das bewusste leben zu nennen oder anzusehen pflegt. hier sei doch die groesste vorsicht angebracht. Wenn der erste eindruck der richtige ist musste einer es so einzustellen wissen dass das gefuehl des freien ausuebung seines willens -an sich wohl ein maechtiger immer wachsender trieb dem alle anderen triebe aufgeopfert werden koennen- gewonnen werden koennte sonst gibt sich das bewusstsein als unzufrieden, schwach und mangelhaft da es nach dem leben hinken musste um es nachzuhohlen. Das bewusste leben heisst lediglich dies: fast jederzeit da zu sein genau an einem vorausgesehenen oder heraufgeschwoerenen punkt. Dies benehmen sei im hoechsten mass tendenzioes bei vielen weil es geht ueberalles sich als willenskraeftig vorzukommen.
Tuesday, November 20, 2007
WENN man sagt dass er in den zwischenrauemen des lebens zu verweilen pflegt, meint er dabei nichts anderes als stets ueber intellektuellen funktionnen zu stolpern und nicht ueber sie hinaus zu koennen. Es is bei ihm ein unauhoerliches erwaegen, ausrechnen, abwaegen, vergleichen usw. um den genauesten ansatzpunkt jeder handlung zu finden, bekommt dabei nur die immer steigerndern sehnsucht nach diesen moeglichen aber immer unwahrscheinlichen handlungen zu spueren, sonst nichts wert. Diesen zustand zu beschreiben war Handkes grosser verdienst.
IMMER auf deutsch ein Blog fuehren zu duerfen waere mir lieber wenn dies vergehen (denn so ist es aufzufassen und als solches nicht zu rechtfertigen, ich meine rechtfertigungen haben hier nichts zu suchen) nicht das paar leser total befremden wuerde aber denn warum auch nicht? Gehe ich wirklich davon aus gelesen zu sein? Ein paar leser oder sagen wir eine menge sei weniger trostlos als kein einziger? Geht es nicht vielmehr an dieses beduerfniss erheblich zu schwaechen? nicht weil ich durch dies vorwegnehmen (ich meine diese art stoischer nicht sehr schlau geringschaetzung) entaueschungen vorbeugen wolle ohne die kraft die man bekommt bei gewissen ueberzeugten handlungen zu verlieren, uebehaupt nicht, bei mir kommt es weit mehr an dem leben sprachlich sozusagen bewusst gleich auf die spur zu kommen, es geht programmatisch (seufzer...) um die moeglichkeit einzusehen, sei diese moeglichkeit nur durch ein kaum fassbares fliehendes gefuehl zu empfinden, ob es gehe handlungen ohne irgendetwas festes vorauszusetzen durchzufuehren, das heisst so tun als ob es wirklich ein subjekt/objekt verhaeltnis gebe das jede handlung streng bedinge und das jene verhaeltnis dieser handlung sehr viel kraft verliehe als sie ausgefuehrt werde, aber immer dabei wissend um die durchhaus aufloesbare natur dieses verhaeltnisses, so dass man schliesslich nicht das gefuehl habe sich zu weit geirrt zu haben, weil man an etwas festes geglaubt haette? Kann man ueberhaupt handeln ohne dass die kraft diese durchsetzung seines willens nicht auf irgendeine fest uebezeugung zuruckzufueren sei? ich meine dabei nichts festeres als die gewoentheit?
Saturday, November 17, 2007
RECHT-haben-wollen sei irgendwie ein trotz-aller-vernunft-ich-bin-doch-im-recht gefuehl zu spueren. Und weil ich diese rechthaberei nicht immer vernuenftig begruenden kann, komme ich mir manchmal wie ein tier vor das nichts braucht als dieses gefuehl um sich die durchsetzung seines Willens zu rechfertigen, was wohl keine rechfertigung ist und nicht einmal deren entbehrung was zu einer abswaechung gleichkommt, was scheinbar eine falsche deutung des sachinhalts waere. Dieser triebe sei immer schon vorhanden. Alles andere hat sich nachher dazugefuegt und ist vielleicht dessen ablagerung in verschiedenen formel. religion and divine right of kings, reason, logik? etc. even natural law. denn die menschen richten es sich so ein dass sie alles um sich (und auch in sehr weiter ferne) fest machen muessen nicht bloss um die vorhandensein dieses gefuehl zu gawaehren, da diesem sowieso nicht zu entkommen ist und in der tat bekommen sie es zu spueren bei allen feineren untersuchungen und das manchmal hinter den unwahrsheinlichsten gedanken oder dem scheine nach bei niedriger selbstabschaetzung, was wohl geschehe um dieses ihnen allwichtigste gefuehl nicht verletzen zu lassen oder gewissermassen blossstellen, aber ueberhaupt um es als etwas solides und jederzeit verfuegbar zu gewaehren. Dies alles tun sie mehr oder weniger unbewusst und je mehr unbewusst desto mehr bekommen sie den rausch den sie der unbefangenen das heisst fest ueberzeugten uebung des freien willens zuschreiben falls diese uebung nicht irgendwie frustiert ist!!!
Reading Der Fremdling from Hermann Lenz, Die unschuld des werdens a collection of aphorisms from the nietzschean Nachlass.
Reading Der Fremdling from Hermann Lenz, Die unschuld des werdens a collection of aphorisms from the nietzschean Nachlass.
Thursday, November 01, 2007
Fièvre et brouillard, the only elements never discounted by myself, even unconsciously so, in literature and music, as in life, even in bad novels they make up for much else left wanting. La Passante du Sans-Souci. Not necessarily a bad book but suspect in that it comes so zu sagen à point, intervenes at a precise moment of existence, like the passante herself. In a way I suppose which reveals much about the neture of my particular existence, what I really act upon, the threadmill of the never varrying unconscious self, ever on the look out to reproduce the same situations: So what part is played by preparation, vorbereitung, in this I cannot say though there remains the clues here and there seen that some such process is at work and perhaps our entire lives are nothing else, as I've said before, than mere anticipation. This is a haunting thought.
Began last night Ein Fremdling from Hermann Lenz.
Began last night Ein Fremdling from Hermann Lenz.
